Weissweine

Unsere Weißweine sind individuell ausgebaut - jeder ist eine Persönlichkeit - und unverwechselbar, alle versprechen Genuss und Erleben einer ganzen Kulturlandschaft.
Das Weingut Longen-Schlöder blickt auf eine familiäre Weinbautradition von drei Generationen zurück. Zu unserem Weingut zählen die Weinberge in den Mosellagen:

Darüber hinaus bewirtschaften wir Weinberge an dem kleinen Mosel-Nebenfluss Ruwer: Eitelsbacher Marienholz. Hier wächst auf einer Länge von ca. 7 km der von Kennern hochgeschätzte Ruwerwein.
Die Trauben reifen im milden Klima der Mittelmosel auf devonischen Tonschieferverwitterungsböden. An steilen, felsigen Hängen wachsen edle Reben auf Schieferböden, die für den Weinbau hervorragend geeignet sind. Der Schiefer verlangsamt das Austrocknen des Bodens, der unverwitterte Quarzanteil ermöglicht eine rasche Erwärmung des Bodens und die Rückstrahlung der tagsüber gespeicherten Wärme in der Nacht. Zusammen mit der sonnengeneigten Exposition, der intensiven Reflektion des Lichtes durch die Mosel und der hochwertigen Nährstoffausstattung durch den Schiefer entsteht das unsere Weine prägende Kleinklima, welches dem späteren Wein seinen Geschmack, seine Fülle und seine einzigartige Qualität geben.

Unser Sortiment umfasst Weine und Sekte verschiedener Jahrgänge, Rebsorten und Ausbauarten als Ausdruck unserer Individualität:
Um die Einzigartigkeit der Weingut Longen-Schlöder-Weine zu betonen wurden neben dem
>Modernen Riesling<, einem trocken harmonisch ausgebauten kraftvollen Riesling mit dezenter Säure (säurereduziert), zwei weitere Weinpersönlichkeiten entwickelt:

>Rebenflirter< - ein herrschaftlicher Riesling-Wein voll Kraft und Charme im halbtrockenen Spätlesebereich. Eine Spezialität mit fruchtig-charmantem Charakter, natürlicher Fruchtsüße und einer kecken Säure.

>Selection<, der kostbare Wein aus der Riesling-Traube an den sonnigsten Hängen gereift und selektiv im Spätherbst geerntet. Mit elegantem Beerenfruchtbukett, bei aller Frische dicht und konzentriert. Ein Star von Anfang an. Dieser Wein wird immer mit einem Künstleretikett (limitierte Auflage) ausgestattet - Künstler der Jahres 1999 - Werner Persy, Künstler des Jahres 2000 - Horst Schmitt, Künstler des Jahres 2001 - Dieter Sommer, Künstlerin des Jahres 2002 - Karola Perrot! (Siehe auch Künstleredition)

 

Zu den angebauten Weißwein-Rebsorten zählen

Riesling

Der große Klassiker bleibt die Nummer Eins in Deutschland

Vermutlich aus einer Auslese von Wildreben am Oberrhein resultiert die deutsche Vorzeigerebsorte, der Weiße Riesling. Die frühe Verbreitung des Rieslings mit ersten Belegen für das 15. Jahrhundert, der Wuchs, die Größe der Traubenbeeren, die lange Reifezeit und Frostfestigkeit zeigen die Verwandtschaft mit den Wildreben. Die längste Rieslingtradition haben wohl die Winzer im Rheingau und an der Mosel; von dort gibt es historische Dokumente, die auf die Jahre 1435 bzw.1465 zu datieren sind. Hinweise auf die Verbreitung im heutigen Rheinhessen und der Pfalz stammen aus dem ausgehenden 15. und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Riesling gehört(e) nicht nur heute, sondern auch im 17. und 18. Jahrhundert zu den staatlicherseits empfohlenen Rebsorten. Gerätselt wird nach wie vor über die Namensableitung: Steht das Wort Riesling mit Verrieseln, mit reißender Säure, mit edles Reis oder mit Rusling (dunkles Holz) im Zusammenhang? International ist er als Rheinriesling bekannt, für badische Rieslingweine darf das Synonym Klingelberger verwendet werden. Mit dem Welschriesling, der unter anderem in Österreich, Italien und Slowenien angebaut wird, hat unser Weißer Riesling nichts gemeinsam.

Bedeutung
Der Riesling wächst in allen deutschen Anbaugebieten und nimmt eine Rebfläche von 21.000 Hektar in Anspruch, das entspricht ca. 21 % der bestockten Rebfläche. Damit hat der Riesling in den letzten 20 Jahren um 5.000 Hektar zugelegt und sich vor einigen Jahren wieder den ersten Platz in der Rebsortenstatistik, vor dem Müller-Thurgau, zurück erobert. Dazu tragen zwar alle Anbaugebiete, aber doch in unterschiedlichem Umfang, bei. Im Rheingau nimmt der Riesling mit 2.500 Hektar fast 80 % der dort verfügbaren Rebfläche in Anspruch. Daneben zählen zu den wichtigsten Riesling-Produzenten die Anbaugebiete Mosel-Saar-Ruwer (5.500 Hektar), Pfalz (4.800 Hektar), Rheinhessen (2.600 Hektar), Württemberg (2.300 Hektar), Baden (1.300 Hektar) sowie die Nahe (1.100 Hektar). In elf von dreizehn deutschen Anbaugebieten gehört der Riesling zu den Classic-Rebsorten.

Anbau
Der Riesling ist eine langsam reifende Rebsorte, deren prägendes Element die fruchtige Säure ist. Deshalb ist er prädestiniert für die nördlichen Anbaugebiete, wo er in der späten Herbstsonne seine Reife vollendet. Er stellt die höchsten Ansprüche an die Lage (Energie), dafür aber geringe Ansprüche an den Boden. Je nach Standort (Bodenart und Mikroklima) bringt er sehr unterschiedlich nuancierte Weine. Optimale Bedingungen bieten die wärmespeichernden steinigen Steillagen entlang der Flusstäler.

Ausbau/Geschmack
Rieslingweine stehen in allen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen zur Verfügung. Teilweise erfolgt der Ausbau im traditionellen Holzfass. Neben unkomplizierten Alltagsweinen bietet sich eine reiche Auswahl an Prädikatsweinen. In den höheren Qualitätsstufen kommen restsüße oder edelsüße Weine häufiger vor, doch werden auch viele Qualitäts- oder Kabinettweine (insbesondere in den nördlichen Anbaugebieten) zur Kompensation der hohen Säure mit einer dezenten Süße ausbalanciert. Der typische Riesling zeigt eine blassgelbe, ins grünlich-gelbe tendierende Farbe, im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel, im Mund spürt man eine rassige Säure. Bei den Rieslingen von Schieferböden spricht man von einer mineralischen Note, manche Weine riechen nach Feuerstein, altersgereifte Gewächse weisen häufig einen interessanten Petrolton auf. Die natürliche Säure bietet ein gutes Potenzial zur Versektung. So finden wir in vielen Betrieben Winzersekte vom Riesling. Edelsüße Beerenauslesen oder Eisweine gehören zu den auch international am höchsten gehandelten deutschen Weinen. Rieslinge sollten frühestens ein Jahr nach der Ernte getrunken werden, viele erreichen ihre optimale Trinkreife erst nach einigen Jahren. Die Lagerfähigkeit von Spitzenweinen ist nahezu unbegrenzt.

Genuss
Junge leichte Rieslingweine, je nach Gusto trocken bis fruchtig süß, sind ideale Sommerweine. Als Speisebegleiter sind gereifte Rieslinge besser geeignet, ja sogar etwas betagte Riesling Spätlesen zeigen beim Essen wieder etwas von ihrer Jugend.
Trockene bis halbtrockene Rieslinge passen besonders gut zu leichten Gerichten, gedünstetem See- und Süßwasserfisch, gekochtem Fleisch mit hellen Saucen, und kleinem Hausgeflügel. Halbtrockene bis liebliche Spätlesen harmonieren gut mit Frischkäse. Fruchtig süße Spätlesen oder edelsüße Auslesen sind vorzügliche Begleiter zu fruchtigen Desserts. Altersgereifte edelsüße Auslesen und Beerenauslesen sind die optimalen Aperitifs zu festlichen Menüs.

 

Weißer Burgunder

Leichter Sommerwein und idealer Menübegleiter

Beim Weißen Burgunder handelt es sich um eine Mutation aus der Burgunderfamilie. Der Blaue Burgunder (Pinot Noir) wird als Urform des Burgunders angesehen. Beim Grauburgunder handelt es sich um eine helle Knospenmutation des Blauen Spätburgunders, der Weiße Burgunder kann als Fortsetzung dieser Mutation über den Grauen Burgunder betrachtet werden. Bis zum Beginn der Traubenreife lassen sich diese drei echten Burgundersorten kaum unterscheiden, mit zunehmender Reife entwickelt sich die Ausprägung der Traubenfarbe und die Duft- und Geschmackskomponenten. Nachweislich bekannt ist der Pinot Blanc seit dem 14. Jahrhundert.

Bedeutung
Nicht nur hier zu Lande, sondern auch bei unseren Nachbarn ist der Weißburgunder vertreten. In Frankreich heißt die Sorte Pinot Blanc, in Italien Pinot Bianco, auch in Österreich, der Schweiz oder Slowenien ist die Sorte verbreitet. Die deutschen Winzer entdecken mehr und mehr den Wert dieser eleganten Rebsorte. Nahezu 3.000 Hektar oder 3 Prozent der deutschen Rebfläche sind derzeit mit der Sorte bestockt, die überall dort gedeiht, wo es für den Riesling schon zu heiß ist. Seit mehreren Jahrzehnten beobachten wir einen stetigen Aufwärtstrend, eine Verdoppelung der Rebfläche innerhalb des letzten Jahrzehnts. Baden gilt mit mehr als 1.000 Hektar als eine Hochburg des Weißburgunders, ebenso die Pfalz mit mehr als 700 und Rheinhessen mit fast 600 Hektar. Erwähnenswerte Bedeutung besitzt der Weiße Burgunder auch an Nahe und Mosel.

Anbau
Auch die Ansprüche des Weißburgunders an Boden und Klima deuten auf die Verwandtschaft mit dem Spätburgunder hin. Diese Ansprüche sind hoch: bevorzugt werden warme, möglichst tiefgründige und kräftige Böden sowie exponierte, trocken-warme Lagen. Die Sorte bereitet im Anbau wenig Probleme und kann durch eine lange Reifezeit hohe Mostgewichte erreichen.

Ausbau/Geschmack
Der Weißburgunder präsentiert sich im Glas blass- bis hellgelb, im Duft zart und verhalten. Typisch ist sein leicht nussiges Aroma. Trocken ausgebaut passt er mit mittlerem bis kräftigem Körper und einer feinrassigen Säure zu vielen Speisen. Im Spät- und Auslesebereich werden auch Barriquefässer zum Ausbau benutzt. Zudem sind edelsüße Weine und erfrischende Weißburgundersekte in begrenzter Anzahl verfügbar.

Genuss
Elegante Weißburgunder in der trockenen Geschmacksrichtung, mit frischer Säure und feiner Frucht sind ideale Menüweine. Neben leichten Sommerweinen finden sich kraftvolle Abfüllungen bis hin zur trockenen Auslese. Nicht übertrieben alkoholreich besitzt der Weißburgunder ein dezentes Aroma, das häufig an grüne Nüsse, Apfel, Birne, Quitte, Aprikose, Zitrusfrüchte oder frische Ananas erinnert. Mäßiger Körper und eine angenehm erfrischende Säure zeichnen ihn als vielseitig verwendbaren Menüwein aus. Er ist damit gut geeignet zu Meeresfrüchten, Fisch, Kalb- und Schweinefleisch sowie Geflügel, oder einfach als gut gekühlter Terrassenwein. Extraktreichere Varianten und Barriqueweine passen auch zu Lamm oder zarten Gerichten vom Jungwild.

 

Chardonnay

Die internationale Erfolgssorte gewinnt auch in Deutschland an Boden

Wie viele andere alte Rebsorten hat auch der Chardonnay seinen Ursprung in Vorderasien. Mit der Ausbreitung der Weinkultur kam die Sorte nach Frankreich und fand insbesondere im Burgund eine neue Heimat. Eine Siedlung bei Tournus mit dem Namen Chardonnay könnte der Sorte ihren Namen gegeben haben. Im Burgund kümmerten sich die Klöster um die Ausbreitung und Pflege der Sorte. Seit Jahrhunderten steht der Chardonnay für große Weißweine aus dem Burgund und auch in der Champagne spielt er eine essentielle Rolle. In Deutschland erfolgte die Zulassung im Jahr 1991. Da jedoch schon in früheren Jahren verschiedene Betriebe Pflanzgut aus Frankreich bezogen, sind einige deutsche Chardonnay - Bestände wesentlich älter.

Bedeutung
Chardonnay ist eine der populärsten Rebsorten der Welt. Sie ist in praktisch allen weinbautreibenden Ländern vertreten und besetzt weltweit eine Anbaufläche, die nahezu der des Rieslings entspricht. Auch in Deutschland nimmt ihr Anbau langsam, aber beständig zu. Alljährlich kommen 50 bis 100 Hektar dazu. Mit mehr als 700 Hektar Anbaufläche hat der Chardonnay nun einen Anteil an der deutschen Gesamtrebfläche von 0,7 Prozent. Gerade in Bereichen mit einem traditionell hohen Anteil an Burgundern (z.B. am Kaiserstuhl in Baden oder an der Südlichen Weinstraße in der Pfalz) wird er mit guten und besten Ergebnissen angepflanzt.

Anbau
Der Chardonnay stellt an den Standort ähnlich hohe Ansprüche wie ein Weißburgunder oder auch ein Riesling. Randlagen sind demnach ungeeignet. Am besten gedeiht er auf tiefgründigen, kalkigen und warmen Böden. Chardonnay besitzt eine gute Winterhärte, er ist nicht besonders anfällig gegen Krankheiten, lediglich die dünnen Beerenschalen begünstigen die Botrytisbildung. Er wird weiträumig gepflanzt. Höhere Stämme verbessern die Blühfestigkeit. Im Herbst reift er - ähnlich wie der Weißburgunder - recht spät und kann kurz vor dem Riesling geerntet werden. Die Oechslegrade liegen auf Weißburgunderniveau, bei geringen Erträgen auch darüber. Die Säurewerte erreichen in geeigneten Lagen ein ansprechendes Niveau.

Ausbau/Geschmack
Die meisten Weine werden trocken ausgebaut. Neben dem Ausbau im Edelstahltank ist der Barrique - Ausbau bei dieser Sorte sehr verbreitet. Dafür eignen sich allerdings nur hochwertige Grundweine. Frische, fruchtige Weine werden auch versektet. Der Duft von Melonen, exotischen Früchten, überreifen Stachelbeeren oder auch nicht ganz reifen Äpfeln ist typisch für den Chardonnay. Gehobene Qualitäten besitzen meist reichlich Alkohol und Extrakt, sie sind stoffig und nachhaltig. Sind sie im Barrique ausgebaut, ergänzen Holzaromen die primären Fruchtaromen.

Genuss
Da Chardonnay in verschiedenen Qualitätsstufen vom frischen Qualitätswein bis zur wuchtigen, trockenen Auslese angeboten wird, kann er für die verschiedensten Anlässe eingesetzt werden. Leichte, junge Weine begleiten gut Fisch und Meeresfrüchte, kräftige oder holzbetonte Weine passen zu Gebratenem ebenso wie zu herzhaftem Käse.






WeinKulturgut Longen-Schlöder - Weissweine




































WeinKulturgut Longen-Schlöder - Riesling


































































WeinKulturgut Longen-Schlöder - Weiß:er Burgunder















































WeinKulturgut Longen-Schlöder - Chardonnay